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25. Sollten die Turbinenölsysteme ausgestattet mit Ölfiltriersystemen gereinigt und gespült werden?

Reinigung und Spülung der Ölsysteme von Turbinen (und anderen Maschinen und Anlagen) ist der wichtigste Arbeitsgang sowohl vor dem Anlauf neuer Maschinen als auch bei den Generalreparaturen nach einer längeren Intensivbetriebszeit, und zwar unabhängig davon, ob die Maschinen mit Ölfiltriersystemen ausgestattet sind oder nicht.

Die (Volldurchfluss-)Schutzfilter werden meistens in einer beträchtlich größeren Entfernung von Lagern, Wasserstoffdichtungen, Regelkreisstellmotoren und anderen Verschleißknoten eingebaut. In den Rohrleitungen zwischen einem Schutzfilter und den Lagern können auch folgende Verunreinigungen auftreten:

  • in neuen Maschinen - Nachproduktions- und Nachmontageverunreinigungen;
  • in den langbetriebenen Maschinen - Niederschläge entstanden aus Alterungs-, Maschinenteilverschleiß-, Rost- und Korrosionsprodukten sowie Verunreinigungen, die in die Ölsysteme aus der Umgebung mit dem Nachfüllöl hineinkommen, und auch die Nachmontageverunreinigungen.

Außerdem, weil die Schutzfilter in den Ölsystemen von Hochleistungsmaschinen konstruktionsbedingt (große Durchflussleistungen, niedriger Differenzdruck vor und hinter dem Filter, große hydraulische Widerstände) eine niedrige Filtriergenauigkeit haben, schützen sie die Lager vor deren Zerstörung durch grobkörnige Verunreinigungen, beseitigen sie aber keine kleineren Partikeln, die die Wellenzapfen und Lager "schleifen".

Die (Überbrückung-)Arbeitsfilter eingebaut meistens im Bereich des Hauptölbehälters eines Turbosatzes entfernen aus dem Turbinenöl die aus dem Ölsystem hochgespülten Partikeln sowie organische Produkte, die bei dem Ölalterungsprozess entstehen. Außerdem ist die Leistung der Überbrückungsfilter im Allgemeinen sehr niedrig im Vergleich zur Leistung der Ölsystempumpen, darum kreisen die meisten in dem durchfließenden Ölstrahl schwebenden Verunreinigungen im Ölsystem, wobei sie nach und nach an dessen Oberflächen niederschlagen (besonders in Kühlern, Kompensatoren und Behältern). Nach mehr als zehn Betriebsjahren (bei einer niedrigen Betriebskultur nach ein paar Jahren) werden die Niederschläge zur Quelle einer sekundären Ölverunreinigung und sie sind ungeheuer gefährlich für Öl (indem sie Alterungsprozesse katalysieren) und für die zu schmierenden Maschinenteile (indem sie Verschleiß- und Beschädigungsprozesse verursachen)

Die auf den Rohrleitungs-, Behälteroberflächen und in den Ölkühlern niedergeschlagenen Verunreinigungsmoleküle werden von den Oberflächen hochgehoben und wiederholt in den Ölstrahl bei Turbinenarbeitstörungen eingeführt, die vorübergehende Turbulenzen des durchfließenden Öls hervorrufen. Es geschieht so immer beim Anlauf, Herbabdrücken der Leistung, der Außerbetriebsetzung einer Turbine und jeder anderen Maschine.

Ohne Reinigungsverfahren ist kein Lösen der Verunreinigungen von inneren Ölsystemoberflächen möglich, ohne Ölsystemspülung mit hohen Durchflussgeschwindigkeiten lassen sich die gelösten Verunreinigungen aus dem Öl nicht entfernen, und die Ölverunreinigungen bedeuten einen hohen Verbrauch von Filtriereinsätzen sowie unvorsehbare Reparaturkosten und Stillstandverluste von Turbinen und anderen Maschinen (mehr zum Thema finden Sie im Punkt 1 unseres Ratgebers - Reinigungsmethoden der Ölsysteme und in unserem Angebot.




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